Neugestaltung des Teiches
im Schulgarten der Grundschule Heidenoldendorf

Eine Wasserlandschaft, in der man Tiere beobachten,
                                                                            Pflanzen bestimmen und
                                                                                               mit Wasser experimentieren kann.

Seit mittlerweile 14 Jahre ist die Grundschule Heidenoldendorf in der Adolf-Meier-Straße 40 beheimatet. Schon kurz nach dem Einzug entstand in den Jahren 1998/99 und 2000 hinter dem Schulgebäude ein vielseitiger Schulgarten. Er wurde damals als Gemeinschaftsprojekt von Kindern, Eltern und Lehrern geplant und realisiert. Regelmäßig kümmern sich die Kinder (in Form von sachunterrichtlichen Projekten oder auch Arbeitsgemeinschaften) um ihren Garten. Sie lernen dabei u.a. ganz praktisch, Verantwortung zu übernehmen und sorgsam mit der Natur umzugehen. Unterstützt werden sie von Eltern und Lehrern; so gibt es dreimal im Jahr einen Aktionstag zur "groben" Gartenpflege sowie einen festen Dienst für die Rasenpflege, die nicht von der Stadt Detmold übernommen wird.

 

 

 

 

 

 

Gerade weil das Wohnumfeld der Kinder teilweise durch eine enge Bebauung mit größeren Wohnanlagen gekennzeichnet ist, in denen es nur wenige freie Flächen gibt, bietet der Garten einen wichtigen Lebens- und Erfahrungsraum für die Kinder. Neben dem "Grünen Klassenzimmer" laden eine Kräuterspirale, verschiedene Beete, ein großes Hochbeet, die Trockenmauer, Obstbäume und eine Wildhecke zu Erkundungen ein. Ein nach historischen Vorbildern erstelltes Fachwerk-Gerätehaus, das ebenfalls in Eigenleistung der Schulgemeinschaft fertig gestellt werden konnte, rundet das Bild des Gartens ab. In den trockenen Monaten von Frühjahr bis Herbst ist der Schulgarten mit dem großen Hügel auch während der Pausen ein Ort, an dem man gefahrlos toben, aber auch in Ruhe die vielen kleinen und großen Wunder der Natur beobachten kann.

Leider gibt es in unserem Schulumfeld häufig Probleme mit Jugendlichen, die das, was Kinder, Eltern und Lehrer gemeinsam aufgebaut haben, mutwillig zerstören. Obwohl der Garten inzwischen durch einen über 2m hohen Zaun gesichert ist, ist auch hier immer wieder Vandalismus zu beklagen. Während die Schäden an Beeten oder der Trockenmauer oft relativ unkompliziert repariert werden konnten, ist der Teich - in Größe und Art als Feuchtbiotop geplant - inzwischen vollständig zerstört. Durch Steinwürfe hat die Folie so viele Löcher, dass er ausgetrocknet ist.

In den Pausen ist es aber besonders der Teich, der das Interesse der Kinder weckt! Die Pflanzen- und Tierwelt eines Teiches bietet vielfältige Beobachtungs- und damit Lernchancen. Gerne würden wir es unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, beispielsweise das Aufwachsen von Fröschen aus Laich bzw. Kaulquappen direkt und vor allem täglich zu beobachten.

Darum haben wir uns entschlossen, den Teich erneut aufzubauen, wobei die Ausführung diesmal so angelegt ist, dass er in hohem Maße beanspruchbar ist und wenig Angriffsfläche für Zerstörung bietet. Sicherlich war es im Nachhinein ein Fehler, beim Aufbau des "alten" Teiches auf Baumarktprodukte zu setzen. Der jetzt geplante Teich verwendet ein Materialsystem der Firma aus Ibbenbüren, die über langjährige Erfahrungen im Bereich Teichbau verfügt. Dort gibt es auch Lösungen für Teiche, die - wie bei uns - durch Vandalismus gefährdet sind.

Das System besteht einerseits aus einem Vlies, welches die Folie von unten her schützt und zugleich kleine Undichtigkeiten kompensieren kann. Die Folie selbst ist hoch belastbar und wird zudem von oben durch eine sog. "Verbundmatte" geschützt, die durch die Aufbringung von Beton so hart wird, dass auch geworfene Steine und andere Gegenstände kaum mehr Löcher verursachen können.

Der Neuaufbau des Teiches wird in mehreren Arbeitsschritten erfolgen. Bei einer ersten Aktion soll der Kies im "alten" Teich entfernt werden (Freitag, 17.10.2008, 15 Uhr), im kommenden Frühjahr wird dann der Uferbereich neu profiliert, bevor Vlies, Folie und Schutzschicht ausgelegt werden können. Dies ist wegen der geringen Temperaturen im Winter nicht möglich. Bis zum Ende des Schuljahres soll der Teich fertig sein und wir freuen uns auf viele wilde Bewohner.

Wer sich bei diesem Projekt besonders einbringen will (z.B. bei der Planung oder durch Fachwissen bei den anstehenden Arbeiten), kann sich gerne mit Herrn Ölker p.oelker@schule-detmold.de in Verbindung setzen.